Montag, 29. Januar 2018

\\Rezension// Mein Leben oder ein Haufen unvollkommener Momente

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Inhalt

Getroffen haben sich Tess und Jonah nur ein einziges Mal. Obwohl sie sieben Monate zusammen waren. In dieser Zeit haben sie alles miteinander geteilt per Chat, Facebook, Tweets, haben sich herzzerreißende E-Mails geschrieben, ihr Innerstes preisgegeben, sich gegenseitig ihre Liebe erklärt. Und trotzdem hat Tess es nicht kommen sehen: Jonahs Selbstmord. Doch Tess sendet weiter Nachrichten an Jonah, ihre erste Liebe. Es ist ihre Art, die Trauer zu verarbeiten. Und eines Tages erhält sie tatsächlich Antwort … Ein außergewöhnlicher Roman über Tod und Abschied in Zeiten von Social Media und darüber, dass jedem Ende ein neuer Anfang – und vielleicht sogar eine neue Liebe – innewohnt.

Bewertung

Dieser Titel hat mich mit seinem Klappentext bereits überzeugt. Gerade in der heutigen Medien Generation lernen sich viele über das Internet kennen oder kommunizieren hauptsächlich darüber ohne im realen Leben viel Kontakt miteinander zu haben. Tess' Schicksal hat mich daher sehr berührt. Wenn man sich virtuell verliebt und dieser Mensch dann einfach nicht mehr da ist, was macht man dann? Der Punkt zum Abschiednehmen ist dabei einfach nicht gegeben, da man sich als echte Person ja nicht kannte, beziehungsweise nicht in der nähe wohnte. Tess kann also nicht auf die Beerdigung von Jonah gehen und Abschied nehmen, weil sie erst viel später durch seine Facebook Seite mitbekommen hat, das er gar nicht mehr lebt. Gerade zu Anfang des Buches spürt man deutlich, das dieser Verlust bei Tess große Spuren hinterlassen hat. Sie wirkt regelrecht passiv und depressiv. Sie hört nicht auf Jonah zu schreiben und bekommt dann plötzlich eine Antwort... 

Das ganze drum herum offenbart Tess einen Menschen, den sie glaubte zu kennen. Aber sie muss schnell begreifen, das dem nicht so ist. Also macht sie sich auf den Weg sich von Jonah zu verabschieden, um ihr eigenes Leben wieder in den Griff zu bekommen.

In diesem Buch werden schwierige Themen zur Sprache gebracht. Tess und auch Jonah haben psychische Probleme. Der eine kann damit umgehen und versucht das beste daraus zu machen, und der andere kann es eben nicht. Verlust und die Verarbeitung dessen ist hier das Hauptthema. Tess möchte begreifen welcher Mensch Jonah wirklich war und sich dann von ihm verabschieden. Auf dieser Grundlage konnte man viel aufbauen. Gerade den Email Schriftverkehr habe ich hier als großen Bestandteil gesehen, doch leider gibt es davon sehr wenig. Das fand ich ein bisschen schade, dieser Teil wurde in meinen Augen viel zu schnell abgehandelt. Der weitere Verlauf hat mir aber sehr gut gefallen. Tess bekommt ein bisschen mehr von dem wahren Jonah mit und versucht damit sich zu verabschieden wie er es für richtig gehalten hätte. Das sie dabei allerdings bis nach Italien reißt, finde ich ein bisschen zu viel. Es passiert wirklich sehr viel in sehr kurzer Zeit. 
Dennoch hat mir das Buch sehr gefallen, gerade weil das Thema Verlust so schwer ist und doch leider jeden Trifft.


Dieses Buch wurde mir von "Vorablesen" kostenfrei zur Rezension gestellt

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