Mittwoch, 12. April 2017

SHIRA - Die Begegnung



 Marina rezensiert
 

Details

Titel: SHIRA - Die Begegnung
Autor: Müzeyyen Soydas
Erschienen: 22.02.2017
 Verlag: Triega - Verlag Gelnhausen
Genre: Fantasy
Seiten: 328
Preis Taschenbuch: 14,80 €
E-Book : 8,99 €


Buchdeckel:

Geheimnisvolle Dinge geschehen im von Katastrophen heimgesuchten Hebeira. Der Ort sei verflucht sagt man, und unter seinen Bewohnern würden menschenähnliche, unheimliche Wesen leben. Tatsächlich wird es hier zu einem Kampf um den Fortbestand der Menschheit kommen. Antagon, ein dämonisches Wesen mit negativer Energie, betreibt intrigant deren Untergang. Nur Shira - ein Junge, der von seiner Bedeutung zunächst nichts ahnt – hat die Fähigkeit, Antagon aufzuhalten.
Es beginnt ein gnadenloser Wettlauf zwischen Antagon und den Manen, die Shira rechtzeitig als ihren Anführer bestimmen müssen. In einer furiosen Konfrontation beider Mächte entscheidet sich am Ende das Schicksal der Menschheit.
Ein fantastischer Roman, der die Leser durch atemlose, subtile Spannung und individuell gestaltete Sprache in seinen Bann zu ziehen vermag.

Meine Zusammenfassung:

                Hebeira ist ein unheimlicher Ort, in dem nie die Jahreszeiten wechseln und unheimliche Katastrophen geschehen. Die letzte große Katastrophe ist 10 Jahre her und hat sehr vielen Bewohnern das Leben gekostet. Der Professor Simon ein hochrangiger Wissenschaftler, besucht das Land um mehr über es herauszufinden. Allerdings ist ihm nicht ganz klar was ihn und seine zwei Assistenten erwartet. Einige Bewohner haben die Ankunft des Professors erwartet, denn er scheint eine wichtige Rolle im Kampf der Mächte, die in Heberia wüten einzunehmen. Denn in Heberia leben nicht nur Menschen, sondern auch nichtmenschliche Wesen, die ihre Form ändern können und sich in die Gedanken von Menschen einzuschleichen, um ihr Handeln zu beeinflussen.

Antagon ist so ein Wesen und er möchte mit seiner Macht, die Erweckung eines Junges namens Shira verhindern, der Heberia wieder von den unheimlichen Wesen befreien kann. Mit aller Macht versucht Antagon den Professor und die Menschen in seiner Umgebung zu beeinflussen, um sie nach seinen Willen handeln zu lassen. Währenddessen lebt ein unscheinbarer Junge namens Janus abseits in einem Heim für elternlose Kinder und ahnt nicht, dass er der Auserwählte ist, um Antagon zu vernichten. Neben den bösen nichtmenschlichen Wesen gibt es auch die Manen, die den Menschen helfen möchten. Die Manen versuchen mit Hilfe von Janus Freunden den Jungen Shira in Janus wiederzuerwecken, damit er seiner Bestimmung folgen kann. Wird der Junge Shira es schaffen, die bösen Mächte von Hebeira zu vernichten oder behält der hinterhältige Antagon die Oberhand?

Bewertung:


So spannend meine Zusammenfassung auch klingt, so wenig hat mir das Buch gefallen. Ich bin sehr offen für verschiedene Fantasy Geschichten und das Buch klang sehr interessant. Leider musste ich auf den ersten Seiten feststellen, dass mir die Formulierung des Textes und die Satzstellung nicht gefällt. Teilweise war es für mich sehr schwer diesen zu lesen. Ich finde es ist sehr holprig geschrieben und man muss einige Sätze mehrmals lesen um genau nachvollziehen zu können, was gerade passiert ist.
Sehr nachteilig finde ich, dass man zu schnell in das Geschehen hineingeworfen wird. Was hier fehlt ist eine Vorstellung des Landes Hebeira und seiner Bewohner bzw. welche Wesen dort sonst noch leben. Welche Art von Wesen ist Antagon und was kann er? Wer sind die Manen, warum helfen sie den Menschen? Das wird nicht geklärt und man tappt oft mit seinen Vermutungen im Dunklen. Als Antagon vorgestellt wurde, dachte ich erst er wäre ein Mensch, aber dann plötzlich war er körperlos und hat einen anderen kontrolliert. Teilweise waren die Sprünge, wann er kontrolliert und wann er seine eigene Form angenommen hat nicht ganz klar. Erst gegen Mitte des Romans konnte man das einschätzen. Seltsam finde ich auch die Namensbezeichnungen, klar das ist jedem Autor selber überlassen, aber das ist Herr Soundso liest sich nicht so gut wie, das ist der Simon. 
Ich finde die Charaktere mit Herr oder Frau anzusprechen ist auch nicht so persönlich. Man bleibt mit den Personen immer beim Sie und das macht sie unnahbar. Aber das ist meine Meinung, generell ist es mal was anderes und vielleicht daher für mich ungewohnt. In Japan wo alle das Wort -san (steht für Frau oder Herr) an den Namen anhängen wäre das höflich und ganz normal.

Weiterhin haben mir die Sprünge der Autorin nicht so gut gefallen, erst ist man im Gesehen rund um den Professor drin und plötzlich ist man bei einer schrulligen Frau, die ein Heim für elternlose Kinder unter bösen Aspekten gründet. Für mich war der Sprung zuerst nicht schlüssig. Erst habe ich gar nicht kapiert, dass es sich bei der Frau auch um ein nichtmenschliches Wesen handelt. Auch das Shira erst Janus heißt ist erst mal verwirrend. Allerdings hat ja seinen richtigen Namen vergessen, daher ist das im Nachhinein schlüssig. Aber er hätte seinen Namen ja behalten können, wenn er ihn mag, das macht es für den Leser leichter. 
Generell zieht sich die ganze Geschichte sehr lang hin und erst am Ende kommt der große Showdown. Für mich wurde dieser sehr lange hingezogen bzw. mit eher unwichtigen Szenen vorher gestreckt. Irgendwie haben mich die Charaktere in ihrem Handeln nicht überzeugt und sind immer etwas farblos gewesen. Ich fand sie nicht sympathisch. Über Shira selbst und seine Gefühle wurde nur wenig geschrieben. Auch der Professor war recht sprunghaft, man konnte ihn überhaupt nicht einschätzen.

Das ganze Buch ist im Blockformat gedruckt, was ganz normal ist, aber ich finde hier fehlen Absätze, das macht es schwieriger den Text zu verfolgen. Vielleicht wäre der Text besser zu lesen, wenn die Absätze größer wären. Auch finde ich, hat das Buch für diese Länge zu wenig Kapitel.
Leider muss ich sagen, das ich teilweise das Buch oft nach ein paar Seiten sinken lassen musste und ich es einfach nicht mehr weiterlesen wollte. Weil die Geschichte an sich Potential hat, mich aber inhaltlich und von der Umsetzung her nicht überzeugt hat, kann ich hier nur zwei von fünf Sternen geben. Auch würde mich die Fortsetzung nicht reizen. Aber das ist meine persönliche Meinung, am besten ihr macht euch selber ein Bild vom Buch, vielleicht gefällt es euch ja.

Sterne


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