Mittwoch, 14. September 2016

Delirium - Amor-Trilogie Band 1

Kati rezensiert...

Details

Titel: Delirium Amor-Trilogie Band 1
Autor: Lauren Oliver
Erschienen: 26.10.2011

Taschenbuch 8,99€
E-Book 8,99€
Hörbuch Download 13,00€
Audio CD 19,99€
Verlag Carlsen

Genre Jugendbuch / Roman


Seiten: 416

Klappentext

Früher, in den dunklen Zeiten, wussten die Leute nicht, dass die Liebe tödlich ist. Sie strebten sogar danach, sich zu verlieben. Heute und in Lenas Welt ist Amor Deliria Nervosa als schlimme Krankheit identifiziert worden. Doch die Wissenschaftler haben ein Mittel dagegen gefunden. Auch Lena steht dieser kleine Eingriff bevor, kurz vor ihrem 18. Geburtstag. Danach wird sie geheilt sein. Sie wird sich nicht verlieben. Niemals. Aber dann lernt sie Alex kennen. Und kann einfach nicht mehr glauben, dass das, was sie in seiner Anwesenheit spürt, schlecht sein soll.

Meine Zusammenfassung

Amerika in einem anderen Zeitalter...Hier gilt die Liebe als tödliche Krankheit, deshalb haben Wissenschaftler eine Imunisierung erfunden! Wenn man das 18 Lebensjahr erreicht hat, wird man gegen Amor deliria nervosa geheilt.

Lena ist 17 und wird in wenigen Tagen 18 Jahre alt. Sie freut sich schon ihr ganzes Leben auf diesen Eingriff, alles scheint so spannend, denn sobald der Eingriff erfolgt ist, lernt sie ihren Partner kennen der für sie ausgewählt wurde. 
Da Liebe jetzt geheilt ist, bekommt jeder einen Partner zugeteilt, der nach Charakter, Hobbies und sozialem Status zu einem passt.

Doch dann kommt alles anders! Lena lernt Alex kennen, er öffnet ihr eine ganz neue Welt und plötzlich muss Lena hinter das System schauen.

Bewertung

Liebe spielt ja in vielen Jugendbüchern eine große Rolle, doch in diesem hier ist es ein bisschen anders, denn hier gilt die Liebe als tödliche Krankheit!

"Die gefährlichsten Krankheiten sind die, die einem das Gefühl geben gesund zu sein"

Und so ist das mit Amor deliria nervosa! Die Liebe gibt ein Hochgefühl und gleichzeitig kann sie dich todunglücklich machen, sie muss ausgerottet werden! Auch Lena ist der Auffassung, schließlich ist ihre Mutter ja durch die Liebe in den Tod gestürzt.
Eine unglaublich gute Story wie ich finde. Sowas gab es noch nicht. 
Hier wird wieder deutlich gemacht, das man dem System alles glaubt wenn sie es nur schön verpacken und einem eigentlich keine Wahl lassen. 
Die Protagonistin Lena ist sehr gut gelungen. Anfangs steht sie noch zu 100% hinter der Bekämpfung der Deliria, sie streitet sich sogar mit ihrer besten Freundin, und das nur weil die Freundin einfach nur neugierig ist! 
Als dann Alex in Lenas Leben tritt, bringt der ihr denken ziemlich heftig durcheinander! Und bald schon spürt Lena die Tücken der Deliria.

Alex ist ein typischer Rebell, der versucht das System zu bekämpfen und anderen die Augen zu öffnen.

"Wie eine Sommerfrucht mit Hilfe des ganzen Arsenals der Modernen Landwirtschaft vor Schädlingsbefall, Quetschungen und Fäulnis geschützt wird, so müssen wir auch das Herz schützen."

Und das macht das Heilmittel, es lässt die Menschen stumpf werden, Gefühle und Ängste, sowie Sorgen Ausblenden. Ich würde sagen das das Heilmittel gefühllose Zombies hervorbringt!

Es werden zu jedem Kapitelbeginn Ausschnitte aus der "Verfassung" des States und die Geschichte der Deliria gezeigt, sodass man wirklich das Gefühl hat mitten drin zu sein. Das gefiel mir sehr gut!
Der Schreibstil ist stellenweise echt anspruchsvoll und lebhaft, was das lesen zu einem großen Genuss macht.
Es passiert so viel und es wird nie langweilig, einige Dinge werden öfter wieder aufgerollt und unvorhersehbare Wendungen eingeflochten.

Fazit: Für mich ein gelungener Auftakt Band. Die Geschichte ist gut ausgearbeitet und liest sich flüssig. Das Thema ist ein Dauerbrenner, weshalb man sich das Buch jederzeit zur Hand nehmen kann und nicht aus der Mode kommt.

Sterne


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