Herzlich Willkommen auf

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Donnerstag, 30. März 2017

DAN-SHA-RI



Marina 

 Details

Titel: DAN-SHA-RI - Das Leben entrümpeln, die Seele befreien
Autor: Hideko Yamashita
Erschienen: 06.03.2017
 Verlag: Integral-Verlag, Verlagsgruppe Random House GmbH
Genre: Sachbuch - Ratgeber
Seiten: 192
Preis Taschenbuch: 12,99 €
Kindle Edition: 9,99 €

Buchdeckel:

Warum weniger mehr ist oder wie Entrümpeln uns bereichert
Verabschieden Sie sich von allem überflüssigen Gerümpel, schaffen Sie endlich wieder Platz in Ihrem Leben! Mit der japanischen Erfolgsmethode Dan-Sha-Ri wird konsequent entsorgt, was man nicht mehr braucht oder noch nie gebraucht hat. In drei einfachen Schritten lernen Sie, neben materiellem auch seelischen Ballast loszulassen und Ihre Beziehung zu allem, was Sie besitzen, grundlegend zu hinterfragen. Am Ende fühlen Sie sich befreiter, leichter und glücklicher – und aufwändiges Aufräumen können Sie sich in Zukunft sparen.

Meine Zusammenfassung und Bewertung:

Oftmals verwundert einen die japanische Bescheidenheit, ist sie doch ganz anders als unser europäisches Verständnis. Wir können in diesen Dingen viel von den Japanern lernen. Gerade weil sie teilweise sehr beengt wohnen, sind sie Künstler, wenn es darum geht auch in der kleinsten Ecke Platz für Wohnraum zu schaffen.
Während unsere Wohnzimmer vollgestellt sind, mit allerlei Deko oder wie wir Hessen sagen  
"Nippes", beschränkt sich der Japaner auf schöne Kleinigkeiten, die er gekonnt in Szene setzt. Doch mit dem Prinzip des DAN-SHA-RI können wir uns die japanische Bescheidenheit in unser Zuhause holen. 
Yamashita-san erklärt uns wie man unnötige Dinge erkennt, sie aussortiert und anschließend entsorgt,  ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Dabei geht es unter anderem darum, das Gefühl etwas in Zukunft vielleicht doch noch zu brauchen loszulassen. Wie oft holt man ein bestimmtes Kleidungsstück, was man eigentlich nie getragen hat, aus dem Kleiderschrank und legt es zurück, mit der Begründung, es vielleicht doch einmal in Zukunft zu tragen. Aber meistens vergammelt es auch weiterhin im Schrank und nimmt unnötigen Platz weg. Befreit man sich aber von all den unnötigen Dingen die einen umgeben, schafft man Platz, um die wesentlichen Dinge im Leben wert zu schätzen. 
Yamashita-san fordert den Leser auch dazu auf sein feines Geschirr oder die teure Teetasse nicht mehr im Schrank zu lassen, sondern sie im Alltag zu gebrauchen. Denn oft sind wir uns für diese teuren Stück zu schade und machen uns selber damit schlecht. Viele ihrer Aussagen regen zum nachdenken an und sind sehr schlüssig.Witzigerweise gibt es aber auch Japaner, die das DAN-SHA-RI noch lernen müssen, sind also nicht alle so ordentlich :-)
Die Übersetzung vom japanischen ins deutsche ist hier recht gelungen, da sich der Text flüssig liest und der Inhalt sehr gut rüber kommt. Das Buch enthält diverse kleine Zeichnungen die das geschriebene Wort nochmal verdeutlichen.

Meine persönliche Umsetzung des DAN-SHA-RI

Alles was Yamashita-san in ihrem Buch beschreibt, lässt sich ohne große Probleme leicht und schnell umsetzten. Ich habe sofort begonnen meine überflüssigen Sachen zu sortieren und stellte schnell einen Erfolg fest. Unter anderem sind sehr viele Bücher aus meinen Regalen und Anziehsachen aus meinem Kleiderschrank aussortiert worden. Ich hatte Blusen, die ich nie getragen habe, die aber noch wie neu waren. Wir müssen auch nicht alles was wir aussortieren wegwerfen, vielmehr hält Yamashita-san dazu an, diese Sachen zu verschenken oder weiter zu geben z.B.  an jemanden der sie vielleicht gerne mag oder braucht. Besonders schwer ist es mir mit den Büchern gefallen, aber da ich einfach keinen Platz für sie habe sind sie mir ein großer Ballast geworden. Ich werde viele verschenken an öffentliche Einrichtungen. Nach dem Aussortieren habe ich mich gleich viel besser gefühlt und ich weiß, dass ich noch lange nicht am Ende bin. 

Ich kann das Buch allen empfehlen, die sich nicht mehr wohl in ihrer Wohnung fühlen, weil sie einfach zu viel Zeug haben und es sie Unmengen an Zeit kostet ihre Wohnung zu putzen.
Mit weniger Sachen kann man sehr viel Zeit bei der Reinigung sparen und man fühlt sich gleich viel besser, wenn die Ecken nicht so vollgestellt sind  :-)
Weil das Buch mich überzeugt und mir geholfen hat, kann ich hier volle fünf Sterne geben.

Sterne:



Dienstag, 28. März 2017

Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte


Marina 

Details

Titel: Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte
Autor: Anna Basener
Erschienen: 16.03.2017
 Verlag: Eichborn Verlag
Genre: Roman
Seiten: 320
Preis Taschenbuch: 16,90€
Kindle Edition : 12,99€


Buchdeckel:

"Rotzig und respektlos, sexy und sentimental, spannend und politisch unkorrekt." FRANK GOOSEN

Die Omma ist eine Ruhrpottikone. Sie war mal Wirtschafterin im Puff, bis sie den brutalen Zuhälter nicht mehr ertragen und ihn kurzerhand mit einer Flasche Korn erschlagen hat. Als die Mitzi, ehemalige Prostituierte und enge Vertraute der Omma, plötzlich stirbt, bricht die Omma alle Zelte in Essen ab und zieht zu ihrer Enkelin Bianca. Nach Berlin-Kreuzberg. Bianca wundert sich sehr, dass die vitale Mitzi plötzlich tot sein soll und die Omma ihr geliebtes Essen verlässt. Bianca stellt immer mehr Fragen - bis sie eine Antwort erhält, die sie nicht hören wollte ...

Anna Basener ist ein todkomischer Roman mit zwei unerschrockenen Heldinnen gelungen, die erst dann wirklich zur Familie werden, als sie gezwungenermaßen zusammenziehen.

Meine Zusammenfassung:

In diesem Buch geht es um zwei alten Damen aus dem Ruhrpott, die es trotz ihres Alters noch faustdick hinter den Ohren haben. Omma und Mitzi haben sich in einem Puff kennengelernt, wo die Omma als Wirtschafterin tätig war und die Mitzi als Hure. Als Herbert, der Puffleiter Mitzi fast zu Tode prügelt, bringt die Omma den Herbert in Selbstjustiz um und fackelt das Hotel ab. Beide machen sich daraufhin selbstständig. Lange Zeit war Mitzi für die Omma und ihre Enkelin Bianca eine gute Freundin, doch plötzlich stirbt Mitzi und hinterlässt eine große Lücke im Ruhrpott.

 Bianca, Ommas Enkelin, ist eine angehende Designerin für Schlüpfer, mit nur mäßigen Erfolg. Um über die Runden zu kommen jobbt sie nebenbei als Kellnerin. Sie wohnt in einer WG in Berlin, mit einer faulen Mitbewohnerin, die regelmäßig keine Miete zahlt und Biancas Schlüppis und Leben schlecht macht. Als Bianca ihre Mitbewohnerin rausschmeißt, steht plötzlich die Omma mit Sack und Pack vor der Tür, um in Berlin zu bleiben. Kurzerhand nimmt sich die Omma Biancas Zimmer, füllt den Kühlschrank mit Samtkragen und zieht nachts um die Häuser.
 Während Bianca sich über das komische Verhalten ihrer Omma wundert, quartieren sich noch ihr Vater und andere Bekannte zeitweise bei ihr ein. Damit ist das Chaos perfekt, denn jetzt muss Bianca sich nicht nur mit unzufriedenen Kundinnen ihrer Schlüppis befassen, sondern auch mit besoffenen Jungs, die mit ihrer Kleiderpuppe samt Schluppi Berlin unsicher machen, Männern die denken sie wäre eine Hure, Papas neuer Flamme und mit Ommas Gesundheitszustand. Als Bianca das Ganze nicht mehr aushält, schnappt sie sich kurzerhand Papas altes Auto, um weg von all dem Durcheinander zu kommen. Ihr Weg führt sie nach Essen, zu Mitzis Grab. Doch da macht Bianca eine Entdeckung, die sie völlig aus der Fassung bringt.

Bewertung:

Das Cover ist das der Zigarettenmarke EVE, Ommas Lieblingsmarke, die sie auch im Buch ständig raucht. Daher ist das Cover wirklich passend, wenn auch erst mal ungewohnt, denn ich kannte diese Marke überhaupt nicht :-)
Das Buch ist im Ruhrpottdialekt geschrieben, was ich sehr komisch und erfrischend finde. Auch wenn man kein Dialekt kann, ist es überhaupt nicht schwer dem Text zu folgen. Die Geschichte rund um die Omma ist sehr vielseitig und es gibt kleinere Nebengeschichten die in einer groben Inhaltsangabe kaum Platz finden. Daher kann das Buch hier mit einigen schönen und weniger schönen Ruhrpott Geschichten aufwarten und befasst sich hemmungslos mit den zwielichtigen Gestalten und lustigen Begriffen aus der Rotlichtszene. Die Dialekte zwischen den Charakteren wirken echt und wie mach echte Person, kann dem Leser die ein oder andere Aussage von z.B. der Omma oder der blöden Mitbewohnerin von Bianca nerven oder auf die Palme bringen :-)

Das Ende ist einer Person wie der Omma würdig und passt irgendwie. Ich habe allerdings nicht mit so einem Ende gerechnet. Ich dachte das Ende würde noch etwas tiefer werden und nicht ganz so schnell abgehakt. Manche Sachen wurden im Buch nur kurz angesprochen, dann aber nicht mehr erwähnt. Als Leser habe ich mir bei einigen Zeilen mehr hineininterpretiert und sie für wichtiger gehalten. Daher kann ich dem Buch nicht volle fünf Sterne geben. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und es war auch ein gutes Buch, aber gegen Ende hätte ich mir so viel Tiefe wie am Anfang gewünscht.  

Sterne:



Montag, 27. März 2017

V wie Vendetta

Bildquelle: Panini-Verlag

Details

Titel: V wie Vendetta
Autor: Alan Moore & David Lloyd
Erschienen: 13.06.2007

Taschenbuch: 19,99€
Verlag Panini Comics

Genre: Comic (ab 16 Jahre)


Seiten: 286

Danke an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Buchdeckel

In V FOR VENDETTA schildern Alan Moore und David Lloyd auf über 280 Seiten ein faschistisches England, in dem sich einige Jahre nach einem atomaren Krieg ein totalitäres Regime etabliert hat. Als die junge Evey von mehreren Männern vergewaltigt wird, rettet sie der geheimnisvolle, maskierte V und bringt sie in sein Versteck im Untergrund. Von dort steuert er seine gezielten terroristischen Aktionen, mit denen er dem System Sand ins Getriebe streut. Als V zwei Sehenswürdigkeiten sprengt und die Radiostation unter seine Kontrolle bringt, geht sein Plan von einer Revolution auf. Gleichzeitig entdeckt Evey seinen Hintergrund und erkennt, welche Rolle sie in den Plänen ihres Retters spielt.

Bewertung

Nach einem dritten Weltkrieg kam wieder eine üble Macht an die Herrschaft, viel bekanntes wiederholte sich. In sogenannten Umerziehungslagern wurden Homosexuelle und Schwarze, sowie die die anders waren gefangen gehalten und an ihnen wurden Versuche durchgeführt.  
Nach einigen Jahren tritt dann zum ersten mal diese seltsame Rächerperson die sich "V" nennt auf, er ist ebenfalls eines der Opfer aus einem Umerziehungslager. Anfangs verschwinden nach und nach die höheren Funktionäre. Das System stürzen, das ist V´s Ziel.

Die Geschichte klingt spannend, und das ist sie auch. Völlig im Unklaren darüber was mich bei diesem Comic erwartet, nahm ich ihn zur Hand und habe angefangen zu lesen. Zuerst ist mir aufgefallen, das die Zeichnungen irgendwie anders waren als die mir sonst bekannten Comic Darstellungen. Sie wirkten überaus Detailreich und gleichzeitig düster. Ich kann für mich sagen, das diese Art der Zeichnung sehr gut zu dem Comic gepasst hat, dennoch ist es nicht mein Ding.

Es fiel mir zugegeben sehr schwer mich in die Story einzufinden und als ich dann dachte "Ja, jetzt ist es klar", war es auch schon wieder vorbei. Es fiel mir nicht einfach dem denken V´s zu folgen und seine Absichten nachzuvollziehen. Er ist auf der einen Seite der Freiheitskämpfer und Rächer, aber auf der anderen Seite ist er einfach nur total irre! Aber wie heißt es doch so schön "Genialität und Wahnsinn liegen nah beieinander" und das trifft hier zu.

Ich habe definitiv Interesse daran den gleichnamigen Film zu sehen, auch wenn dieser wohl stark abgeändert sein soll. 
Dieser Comic war für mich eine Herausforderung, weil er eben mal ganz anders war als das was ich sonst lese, dennoch auf seine Art sehr gelungen.
Ich bin wirklich zwiegespalten und weiß nicht wie ich ihn bewerten soll. Es war interessant ihn gelesen zu haben auch wenn ich die Zeichnungen nicht so ansprechend fand, aber die Geschichte war gut durchdacht wen auch sehr schwer zu folgen, aber das kann auch an mir gelegen haben ;)
Ich gebe eine Leseempfehlung da die Story nachdenklich macht und einen wahren Kern beinhaltet.

Sterne




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