Dienstag, 23. Mai 2017

Interview mit Stefanie Gerstenberger + Verlosung von Piniensommer

Mai 23, 2017 0 Comments


Wie erwähnt gibt´s heute passend zur Veröffentlichung von Piniensommer ein Interview mit Stefanie Gerstenberger

1)Wie bist du auf die Idee gekommen das Sternenboot und Piniensommer zu schreiben. Was hat dich inspiriert?

Es war nur ein Satz einer wahren Geschichte, den ich auf Sizilien gehört habe, den ich hier aber aus Spoilergründen leider nicht wiedergeben kann. Er hat mir eine Gänsehaut bereitet - für mich das untrügliche Zeichen, dass da mal wieder etwas ganz Besonderes auf mich wartet. 

2) Wie lange hat deine Recherchereise zu den Büchern gedauert?


Ich war ja schon oft auf Sizilien, „Das Limonehaus“ und auch „Oleanderregen“ spielen dort. Ich kenne das sizilianische Leben also schon recht gut. Doch für dieses Buch musste ich weit in die Vergangenheit gehen und mich auch nochmal mit dem Thema ’Mafia’ befassen. Das habe ich dann lieber mit einigen Büchern getan, als direkt vor Ort...
Ich glaube ich war dreimal jeweils eine Wochen da, um mir die Schauplätze der Geschichte anzuschauen, und mit den Leuten zu reden, die darin vorkommen, oder die meine Hauptfiguren kannten.
  

 

3) Fährst du alleine oder kommt die Familie mit?


Nein, auf solche Reise gehe ich immer alleine, nur dann kann ich mich ganz auf meine Geschichte konzentrieren. 

4) Gab es etwas was dich auf deiner Reise besonders beeindruckt hat?


Ja. Wie die Leute über eine meiner Hauptfiguren geredet haben. Und das ihr Zimmer nach vierzig (!) Jahren immer noch so war, als ob sie es gerade erst verlassen hätte. Auch der Pyjama war noch an Ort und Stelle. Da gab es Tränen. (siehe Frage 5) 

5) Musstest du als Autorin auch manchmal die ein oder andere Träne verdrücken, weil deine Geschichte stellenweise ganz schön traurig war?


Verdrücken? Ging nicht... Aber da bin ich mittlerweile hemmungslos. Ich weine gerne vor Ergriffenheit, vor Rührung und manchmal natürlich auch, weil es so traurig ist. 

6) Gibt es das Grabmal wirklich und wo kann ich das finden?


Ja, das Grabmal gibt es wirklich, auch in dieser Form, auch mit dem Familienname und den weißen Betonsegeln. Es steht auf dem Friedhof von Bagheria, eine Stadt östlich von Palermo. Wenn man durch den Haupteingang (ich glaube, es gibt nur einen Eingang :-)  ) reinkommt, links halten, und bei den Grabkapellen gucken. Die Mauer und den Baum habe ich erfunden.
Und falls ihr tatsächlich dort vorbei geht, nehmt doch ein paar Blumen mit. Grazie!



7) Welchen Charakter aus deinen Buch magst du am liebsten und warum?


Seufz. Ich glaube, ihr könnt es erraten... ich habe mich ein bisschen verliebt.

8) Kannst du uns schon ein paar Ideen für dein nächstes Buchprojekt nennen? Auf was können wir uns da als nächstes freuen? Schreibst du auch mal wieder was mit deiner Tochter zusammen, eure Bücher sind sehr lustig und unterhaltsam.


JA, ich habe zwei wunderbare Frauen getroffen: Die eine hat ihren Italienischen Vater nie kennengelernt, die andere ist als Kind von sogenannten Gastarbeitern aufgewachsen. Die Lebensgeschichten der beiden gaben mir eine tolle Idee für einen weiteren Italien-Roman, der zu einem großen Teil aber auch in Deutschland spielen wird.

Und noch mal JA:
Meine Tochter Marta und ich haben ein drittes Jugendbuch geschrieben, das Ende Juni unter dem Titel „Summer Switch“ bei arena herauskommt. Eine sehr lustige Geschichte über einen Körpertausch. Und wo findet der statt? Zur Abwechslung mal in Italien... nämlich auf ELBA.


9) Wo finden deine nächsten Lesungen statt, falls man dich mal persönlich kennenlernen möchte?


Die nächste Lesung ist die Premierenlesung für den Piniensommer am 07.06. 2017 in Köln-Sürth, in der ’Buchhandlung Falderstraße’. 

10) Ich backe gerne, bitte gib mir und meinen Lesern dein Lieblingsbackrezept.


Wie wäre es mit etwas Pikantem? Mit diesem einfachen Rezept für eine Schalotten-Tarte kann man Eindruck schinden, weil es so ungewöhnlich & genial schmeckt. (siehe Foto)


Weil man es ein bischen schwer lesen kann habe ich versucht es rauszuschreiben, hoffentlich ist alles richtig :-)

Schalotten-Tarte 

Zutaten:

500g kleine Schalotten
1/2 l Milch
40g Butter
3 EL Puderzucker
Meersalz
gemahlener Pfeffer
1.Pkch. Blätterteig
Butter und Mehl für die Form
eine flache Tartform mit einem Durchmesser von ca. 24cm


Zubereitung 
Schalotten schälen, Milch in einen Topf erhitzen und die Schalotten 10 Minuten darin garen, herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Butter und Puderzucker in eine Pfanne geben, bei geringer Hitze schmelzen, Schalotten dazugeben und 10 Min leicht köcheln lassen. Zwischendurch immer wieder umrühren, damit nichts anbrennen kann. Mit Meersalz und Pfeffer würzen.

Den Backofen auf 180°C vorheizen, den Blätterteig auftauen bzw. vorbereiten.

Die Tartform mit Butter fetten und dünn mit Mehl ausstreuen. Die Schalotten gleichmäßig in der Formverteilen und sich mit leicht überlappenden Blätterteilplatten abdecken, vorsichtig zudrücken und den Teig am Rand etwas überstehen lassen.

Die Tarte in den vorgeheizten Backofen schieben und 30 Minuten backen. Herausnehmen und auf einen Küchenteller stürzen.

Jetzt habt ihr die Möglichkeit ein Exemplar von Piniensommer zu gewinnen. Das Gewinnspiel läuft bis nächste Woche 30.05.2017 um 20 Uhr. Hinterlasst uns einfach hier oder auf Facebook einen Kommentar.

Versand nur mit deutscher Adresse Das Buch wurde uns freundlicher Weise zur Verfügung gestellt (freelance Team München)












Sonntag, 21. Mai 2017

Piniensommer

Mai 21, 2017 0 Comments


 

Details

Titel: Piniensommer
Autor: Stefanie Gerstenberger
Erschienen: 22.05.2017
 Verlag: Diana Verlag, Verlagsgruppe Random House GmbH
Genre: Roman
Seiten: 448
Preis HC-Buch: 19,99€
E-Book: 15,99€

Buchdeckel:

Stella und Nicola fühlen sich seit Kindertagen zueinander hingezogen. Obwohl ihre Familien alles getan haben, um ihre Liebe zu zerstören, ist diese über die Jahre nur noch stärker geworden. Während Stella unbedingt Architektin werden möchte, ist Nicola leidenschaftlicher Apnoetaucher. Tag für Tag steigt er in die gefährlichen Tiefen des blauen Meeres hinab und genießt die Musik der Stille. Die beiden Liebenden träumen von einem selbstbestimmten Leben. Doch dann schlägt das Schicksal völlig unerwartet zu ...

Meine Zusammenfassung:

Achtung, hier handelt es sich um den zweiten Band einer Reihe. Band 1 ist letztes Jahr erschienen und heißt das Sternenboot.

Stella und Nicola sind den Kinderschuhen entwachsen und jungen Menschen geworden. Während Stella versucht den Haushalt ihres alten Herrenhauses zusammenzuhalten, taucht Nicola immer noch leidenschaftlich gern. Sie lieben sich innig und möchten so schnell es geht heiraten. Doch Nicos Mutter ist immer noch gegen eine Hochzeit und bittet Nico erst nach dem Studium zu heiraten. Nico und Stella möchten Architektur studieren und der Fleiß der beiden zahlt sich aus, sie werden zum Studium zugelassen.

Aber während Stella fleißig die Vorlesungen besucht, nimmt Nicola sein Studium nicht ganz so ernst. Er möchte die Meisterschaft in Apnoetauchen gewinnen, doch er ist aus der Übung und verbringt daher jede freie Zeit im Meer. Stella gefällt das gar nicht und sie versucht Nico mehr fürs Studium zu begeistern. Nicola will Stellas Wunsch entgegenkommen, wo er doch für seinen verstorbenen Vater ein besonderes Grabmal bauen möchte. Aber die örtlichen Behörden machen seine Ideen nahezu unmöglich. Zusammen mit seinem Freund Manuelle führt er den ehemaligen Sender seines Vaters weiter, um gegen die korrupte Mafia vorzugehen. Doch damit begibt er sich in höchste Gefahr.
Währenddessen versucht Stella alles um wieder zu Geld für ihr Landgut zu kommen. Da kommt ihr die Hilfe eines Adeligen gerade recht, aber wird sich mit seiner Pacht alles ändern und die Familie aus den roten Zahlen herauskommen?

Werden beide es schaffen, ihre Ziele zu erreichen um endlich zusammen glücklich werden zu können oder hat das Schicksal anderes mit beiden vor?

Bewertung:

Auch die Fortsetzung ist wieder mal ein gelungenes und eindrucksvolles Werk, das seines gleichen sucht. Stefanie Gerstenberger ist eine großartige Autorin, die mit Worten umzugehen weiß. Die Stimmung, die dieses Buch vermittelt ist so echt, als wäre diese Geschichte ihre eigene, sie ist so wunderbar gefühlvoll und lebendig. Es ist nicht nur ein einfacher Liebesroman, dieses Buch hat so viel mehr Leidenschaft und echte Liebe. Auch das Ende ist überhaupt nicht stereotyp, ich finde es gut, wenn nicht alles in einen Roman am Ende gut ausgeht. Oftmals enden Roman so unrealistisch glücklich. Das macht sie zwar sehr harmonisch, aber auch vorhersehbar. Bei diesem dachte ich, ab Mitte des Buches: Was, nein das kann doch nicht wahr sein!!! Aber genauso ist das Leben, nicht alles kann immer total perfekt enden wichtig ist, was man aus seinen Schicksal macht und Stella macht das Beste draus.

Vom Cover her hätte ich vielleicht einen anderen Titel genommen, vielleicht "Das Sternenboot 2" dann hätte man besser erkennen können, dass es sich hier um einen zweiten Band handelt. Auch dem Buchrücken kann man dies nicht unbedingt entnehmen, da könnte der ein oder andere zugreifen, ohne den Hintergrund des Buches zu kennen. Das wäre auch mein einziger Kritikpunkt, das Buch landet auf meiner Lieblingsbücherliste. Daher vergebe ich hier fünf Sterne und empfehle es allen Liebhabern von guter Literatur.


Sterne:




Hier könnt ihr meine Rezension zu Band 1 lesen.


Wir waren hier

Mai 21, 2017 0 Comments

Details

Titel: Wir waren hier
Autor: Nana Rademacher
Erschienen: 18.01.2016

Gebunden 14,99€ 
Taschenbuch 14,99€
E-Book 12,99€
Verlag Ravensburger

Genre Jugendbuch / Romane (ab 14 Jahre)


Seiten: 352

Buchdeckel

Berlin im Jahr 2039: Die Stadt liegt in Trümmern, das öffentliche Leben ist längst zusammengebrochen. Für die überlebenden Menschen geht es um die nackte Existenz. Wie den Horror des Alltags, den Kampf gegen Hunger und Kälte überstehen? Mittendrin die 15-jährige Anna, die ihren Weg sucht und für das Leben und die Liebe kämpft – und für eine Welt, in der trotz allem eine Zukunft für sie möglich ist.

Meine Zusammenfassung

Die Geschichte spielt in der Zukunft. Die Welt liegt in Trümmern, die Menschen hungern und plündern, sterben durch Hunger, Krankheit oder durch die Hand der Soldaten. Es gibt eine Ausgangssperre am Abend und ab und an wird ein bisschen Trockenes Brot und sauberes Wasser verteilt. Anna versucht sich zusammen mit ihren Eltern durch den täglichen Überlebenskampf zu wurschteln. Anna hat ihren eigenen Blog, der natürlich nicht öffentlich ist, doch eines Tages antwortet ihr Ben auf einen ihrer Posts. Die beiden lernen sich besser kennen, zumindest glaubt Anna das, doch eigentlich weiß sie nichts.

Bewertung

Berlin in der Zukunft. Eigentlich könnte man auch sagen das wir in der Vergangenheit lesen. Ich hatte immer zweite Weltkriegsbilder im Kopf. Der einzigste Unterschied dabei war die erweiterte Technik, doch ansonsten gleicht es dem zweiten Weltkrieg enorm, doch das ist ja eigentlich bei jedem Krieg so. 

Anna bekommt durch ihren Blog Kontakt zu Ben. Die beiden beginnen sich zu treffen. Zusammen mit ihren Freundinnen und ihrer Familie versucht Anna einfach nur den nächsten Tag zu erleben, doch das ist nicht so einfach und auch sie muss Verluste erleiden. 

Die Protagonisten versuchen sich ein neues besseres Leben vorzustellen und Anna möchte die Aussicht darauf auch nicht aufgeben, doch es kommt natürlich alles anders und sie wird mit Leichen am Straßenrand konfrontiert, ebenfalls lernt sie, das die "Oberhäupter" versuchen jungen Mädchen ihre Weltansicht aufzuzwingen. 

Ich fand das Buch etwas verwirrend. Eigentlich dachte ich eine geschlossene Geschichte mit Aktion zu lesen. Wir erfahren nicht wirklich viel über die Umstände, warum es zu der schlimmen Situation auf der Erde gekommen ist. Anna muss oft fliehen und versucht einfach zu überleben, sie lernt viele interessante und auch grausame Seiten des Lebens kennen. Mit einem klaren Ziel vor Augen, womit die Geschichte dann auch schlagartig und ohne große Aktion endet. Ich war sehr enttäuscht. Das Ende kam meines Erachtens viel zu schnell und einfach.
Der Anfang war wirklich gut, man hat vor Augen gehabt, das es durchaus wieder so schlimm sein könnte. Nicht das es jemals aufgehört hätte, da in manchen Bereichen der Welt ja immer noch oder wieder Krieg herrscht, doch dann ging die Geschichte irgendwie einen anderen Weg, der mich nicht mehr so packen konnte.

Sterne